Ein Karussell dreht sich im Kreis - das neue Buch von Bruno Ix
Ein Papst auf Besuch in Deutschland - ein großes Ereignis für kirchliche Würdenträger, wichtige Politiker und zahlreiche Gläubige gleichermaßen. Und mitten in dem ganzen Trubel ist auch Jesus anwesend, der in vielerlei Gestalten mit all jenen spricht, die bereit sind, zuzuhören. Im Dialog mit Jesus kommen so viele kleine und große Dinge zur Sprache, die sonst im Eifer des Gefechts allzu leicht übersehen werden.
Pfarrer Bruno Ix bietet in einer Reihe kurzer Erzählungen einen ungewöhnlichen Blickwinkel auf die Begegnung der Führung der katholischen Kirche mit den Katholiken in Deutschland. Dabei findet er Nischen und Oasen innerhalb der Kirche, in denen die Anhänger der Kirche Raum für sich finden können.
Kommentar zu den Äußerungen von Kardinal Meisner zur Abtreibung
08.07.2011
Sehr lange habe ich gezögert und mich gefragt, ob es Sinn macht, auf die Äußerungen von Kardinal Meisner zur Abtreibung überhaupt zu reagieren. Dem Kardinal einen persönlichen Brief zuschicken mag ich nicht - eine Antwort mit konkreten Aussagen zur Problematik erhielte ich sowieso nicht. Einen Leserbrief schreiben - so werde ich wohl auch kaum sein Herz erreichen. Das ist das Dilemma, in dem ich mich befinde.
Das Zauberwort heißt "delegieren"
Schleiden 23.6.2011
Mit einem Zitat, das ich sinngemäß wiedergebe, möchte ich mich aus Sorge um die Kirche wieder zu Wort melden. Das Zitat stammt von einer stark engagierten Frau aus unserer Kirche.
"Ich kann das Gejammere zu vieler Priester nicht mehr hören. Sie lassen sich durch XXL-Gemeinden immer größere Lasten auflegen, ohne den Bischöfen und Rom zu widersprechen, bauen so, bewusst oder unbewusst, deren Machtpositionen immer weiter aus, huldigen einem gefährlichen Klerikalismus, lassen die die prophetische Seite in ihnen verkümmern und entwickeln deswegen keine Visionen für eine Erneuerung der Kirche.
Leserbrief zu "Im Zweifel für den Angeklagten... Jörg Kachelmann" vom 1.6.2011 in der Kölnischen Rundschau
Unbefriedigend für das mögliche Opfer und den mutmaßlichen Täter ist das Urteil des Gerichts - darin sind sich alle einig. Aus dem Prozess ziehe ich folgende Schlüsse: Ist ein Kind oder eine Frau - wie sie sagt - Opfer einer schweren Vergewaltigung, kann der erste Weg nur zeitnah zu einer Beratungsstelle führen, die spezialisiert ist auf Fälle von sexueller Gewalt. Dort kann sie Vertrauen fassen und, sobald es ihr möglich ist, das erlittene Trauma im Detail erzählen.
Leserbrief zu "Nehmt Gläubige ernst"
Leserbrief zu einem Artikel in der Zeitschrift Stadt Gottes
Mein Herzenswunsch: Endlich ein Ende der Eiszeit
Solidarisch mit unzähligen "Gläubigen des Volkes Gottes" habe ich mich schon viele Jahre kritisch zu Wort gemeldet. Bei Bischöfen, Kardinälen und dem Vatikan stieß ich auf eine eisige Wand des Schweigens. Von einer "Kultur des Miteinanders" war nichts zu spüren. Schmerzlich musste ich erfahren, dass die Amtsträger in vielen Bereichen ihre "Dialogfähigkeit" verloren haben. Dialog mit meinem Bischof oder Antwort auf meine Briefe: keine Spur, keine Reaktion.
Reaktionen auf mein Buch "Johannes XXIV."
Es gab zahlreiche Rückmeldungen zu meinem fünften Buch "Johannes XXIV. - Der Papst und das kleine Mädchen" all diese Reaktionen möchte ich zusammenfassen und sinngemäß wiedergeben. Wenn ich das "du" jeweils wähle, ist das "Sie" mit gemeint. Mit eingeflossen sind auch Äußerungen zu meinem offenen Brief an den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferrenz Robert Zollitsch zum Memorandum von mehr als 300 Theologen.
Reaktion auf meinen offenen Brief
Auf meinen "offenen Brief" an den Vorstehenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gab es vom Büro des Sekretärs ein Antwortschreiben im Auftrag des Erzbischofs.
Kommentar zum Leserbrief von Willibert Pauls in der Kölnischen Rundschau vom 16.4.2011
Kommentar zum Leserbrief von Willibert Pauls zu Herrn Gatzen:
Beide Schreiber sehen die dramatische Krise und die besorgniserregende hohe Zahl der Kirchenaustritte und beide sind brennend interessiert an einer Erneuerung der Römisch-Katholischen Kirche. Den guten Willen sollte man keinem absprechen - dasselbe gilt auch der Deutschen Bischofskonferenz und den mehr als 300 Theologen und ihrem Memorandum.
Hinter der Krise der Kirche verbirgt sich eine tiefe Glaubens- und Vertrauenskrise, die wie ein Virus sich ausbreitet auf allen Ebenen der Kirche bis hin zu den Bischöfen und dem Vatikan.
Offener Brief
Offener Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch zum diesjährigen Staatsbesuch vom Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. aus Anlass meines 40jährigen Ortsjubiläums in der Pfarrgemeinde St. Georg in Schleiden-Dreiborn und der Veröffentlichung des Memorandums der Theologen
40 Jahre Dienst in einer Pfarrgemeinde, das ist ein Anlass zur Besinnung, zu schauen, was war und genau hinzuschauen, wie Kirche von den Menschen von heute wahrgenommen wird, ein Anlass, auch eine Vision zuzulassen von einer erneuerten und lebendigen Kirche, wie sie eine gute Zukunft haben kann.
Kommentar zum Artikel vom 7.12.2010
Die Vorgehensweise beim Verdacht sexueller Gewalt durch einen Geistlichen ist für alle Beteiligten mehr schädlich als hilfreich. Ich weiß das aus vielen Kontakten mit wirklichen Opfern von sexueller Gewalt nicht nur durch Geistliche. Hinzu kommen Begegnungen mit Therapeuten und Beratungsstellen wie Zartbitter oder Mumm.
Der Fall Kachelmann zeigt eindrucksvoll, dass eine andere Vorgehensweise dringend notwendig ist - und zwar in mehreren Schritten.

